Wenn die Tochter übernimmt – weibliche Nachfolge im Familienunternehmen mit Susanne Kutterer
Shownotes
Susanne Kutterer begleitet Familienunternehmen in de Nachfolge https://www.kuttererconsulting.de https://www.continuum.ch
🎙️ Nina Hartmann – Frauenleuchten mit Wirkungskraft Nina Hartmann steht für weibliche Wirksamkeit: in Führung, im Familienunternehmen, im Konzern – und in Beziehungen. Als Rechtsanwältin, Unternehmerin, Speakerin und Mentorin begleitet sie Frauen dabei, Klarheit zu finden, innere Muster zu lösen und sichtbar zu werden, ohne sich zu verbiegen.
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Transkript anzeigen
00:00:13: Herzlich willkommen zu meinem Podcast Sinnplauderei.
00:00:16: Schön, dass du dabei bist!
00:00:17: Mein Name ist Nina Hartmann.
00:00:19: ich bin Rechtsanwältin Familienunternehmerin und vor allem forsche Ich an der weiblichen Wirkkraft für eine bessere Welt Und ein großer Baustein dieser wirkt Kraft liegt in der Weiblichen Nachfolge und deswegen freue ich mich ganz besonders das sich heute einen tollen Gast hier habe die liebe Susanne Kutterer.
00:00:38: herzlich Willkommen liebe Susann.
00:00:41: Ja, danke Nina dass ich dabei sein darf.
00:00:44: Also es freut mich total das ich ein bisschen was erzählen darf über auch gerade Frauen in der Wirtschaft und so weiter.
00:00:52: also ich freue mich dass sich das heute mit ihr zusammen tun darf.
00:00:55: Danke dass du dir die Zeit genommen hast.
00:00:57: wir beide kennen uns ja vom Verband der Unternehmerinnen und da haben wir schon viel erlebt zusammen viele Frauen kennengelernt die unternehmerisch tätig sind.
00:01:06: dein Fokus liegt in deiner beruflichen Sein als Anwältin und als Begleiterin von Nachfolgen in Familienunternehmen auf dem Thema Familienunternehm.
00:01:18: Und da werden wir jetzt gleich mal reinzoomen!
00:01:22: Ja, schön Nina dass du sagst Begleitung.
00:01:25: das ist mir ganz wichtig weil ich fühle mich nicht unbedingt als Beraterin.
00:01:30: Also es ist sehr schön, dass du Begleitung sagst.
00:01:33: Ja und das ist ja auch so schön jemand zu haben der viel Erfahrung hat.
00:01:37: wir werden nachher deine Geschichte beleuchten aber du kommst auch aus einem Familienunternehmen
00:01:42: d.h.,
00:01:42: Du sprichst dich aus der Theorie, du sprichest aus der Praxis, du hast viel erlebt in deinem eigenen Leben aber jetzt eben auch in Bezug auf viele Familienunternehmens.
00:01:53: Und da wollen wir natürlich jetzt unseren Hörerinnen und Hörern so ein paar Tipps- und Hecks- und Anregungen mit auf den Weg
00:02:01: geben.
00:02:02: Liebes Susanne, wenn du heute Familienunternehmen betrachtest was erlebst du da?
00:02:09: Wie sind die aufgestellt?
00:02:10: Was für Herausforderungen hast du da im Alltag zu bewältigen?
00:02:17: Ganz ehrlich, es gibt nicht das eine Familienunternehmen.
00:02:21: Es ist so ne Bandbreite!
00:02:22: Ich erlebe so viel unterschiedliche Dinge von Familienunternehm, die sich mit dieser ganzen Tänanik der Nachfolge schon superviel Gedanken gemacht haben und auch schon recht strukturiert an dieses Thema herankregen bis an Unternehmen.
00:02:37: da ist noch überhaupt nichts geregelt und auch noch überhaupt nix angedacht.
00:02:43: Und was ich eben in der Praxis so mitbekomme, dass viele meinen sie hätten alles geregelt weil sie jetzt mit ihrem Anwalt gesprochen haben oder im Steuerberater.
00:02:53: Aber miteinander reden die nicht und deswegen gehen die Familien manchmal von völlig unterschiedlichen Voraussetzungen aus und es klingt ihnen nicht den Einstieg zu finden.
00:03:04: wie will ich eigentlich zukunftspreis Unternehmens überhaupt regeln?
00:03:08: also Ich erlebe alles ganz spannend Und es gibt
00:03:14: auch nicht
00:03:15: die eine Lösung.
00:03:17: Du hast ganz individuelle Sachen, ganz individuelle Menschen, Problemstellungen
00:03:22: etc.,
00:03:23: also wahnsinnig interessant!
00:03:27: Ja ist es interessant und es ist auch wahnsinnigt wichtig für das einzelne Unternehmen, für unseren Wirtschaftsstandort und natürlich für die Menschen auch, die dort drin unterwegs sind.
00:03:36: weil du sagst die Menschen sprechen oft nicht miteinander, sie sprechen mit ihren Beratern.
00:03:41: aber
00:03:42: Nachfolge ist ja ein höchst psychologischer Prozess, ein sehr persönlicher Prozess und auch da sehr schwierig.
00:03:51: Und da braucht es Menschen die nicht nur rechtlich oder steuerlich denken sondern eben auch über den Tellerrand hinausdenken.
00:03:59: was sind denn da so die Themen wo du sagst das sind jetzt Probleme die im miteinander entstehen
00:04:05: Wenn man sich mal so überlegt, dass man selbst mal in sich geht.
00:04:10: Wer beschäftigt sich schon gern mit seinem Testament?
00:04:13: Und das Thema Nachfolge macht denen die übergeben wollen oder sollten wirklich ihre eigentliche Endlichkeit Klar.
00:04:24: Und für das vor Augen dieses, ja was passiert denn jetzt wenn ich nicht mehr aktiv drin bin?
00:04:31: Ja und das beginnt schon mit... den Fällen wirklich zu.
00:04:37: dieser klassische Patriarchs sagt, boah also was soll ich denn danach machen?
00:04:42: Ich habe mein Leben lang die Firma aufgebaut.
00:04:44: Das ist mein mein ganzes Dasein.
00:04:48: und was fange ich denn dann noch mit mir an?
00:04:51: ja das hat ja alles überhaupt keinen Sinn.
00:04:53: Und da ist dann eben die große Problematik dass der auch nicht richtig loslassen kann und da kann er noch so oft rein vom Verstand der sagen, ich will ja an meine Tochter oder an meinen Sohn übergeben.
00:05:05: Die dürfen ja auch schon mitarbeiten in dem Fall.
00:05:08: Ich hatte mal einen Fall, das saß mir einem ein-achtzigjähriger Herr gegenüber, der sagte er habe jetzt seiner Tochter die Geschäftsführung übertragen.
00:05:18: Ich hab dann gefragt darf ich mal fragen wie alt ihre Tochter ist?
00:05:22: Er sagte neunundfünfzig.
00:05:27: Das war der Moment, wo ich dann angesprochen habe.
00:05:29: Vielleicht reden wir mal über die Engelkenzion?
00:05:33: Also er war ganz stolz, dass er den Schritt jetzt vollzogen hat seiner neunfünfzigjährigen Tochter jetzt die Geschäftsverantwortung zu übergeben und war auch der Meinung, dass seine Tochter total glücklich ist darüber, die war aber überhaupt nicht glücklich damit.
00:05:48: Da sind wir wieder beim Kommunikationsthema.
00:05:50: ja hat es dann gemacht, aus diesem Verantwortungsgefühl heraus für die Familie.
00:05:58: Ja ich muss jetzt ja... Ich kann ja meinen Papa nicht im Stich lassen aber eigentlich hat ihr Leben lang was anderes gemacht oder so ein bisschen mitgearbeitet in dem Unternehmen, so im Kommunikationsbereich, aber eigentlich war auch völlig unvorbereitet.
00:06:11: Was bedeutet denn überhaupt eine Geschäftsführung?
00:06:14: Und war meines Erachtens zu dem Zeitstand auch ziemlich überfordert damit also wie gesagt Schwierig und dieses Thema der eigentlichen Eindlichkeit führt halt dazu, dass man es gerne nach hinten schiebt.
00:06:27: Ja also ich bin ja noch im Saft und ich kann auch alles prima.
00:06:31: Und ob ich das jetzt angehe oder in fünf Jahren hat da ist ja noch so viel Zeit und dann ist es eben gefährlich.
00:06:40: Es ist gefährlich.
00:06:41: Und es ist natürlich auch schade für die Nachfolgegeneration, weil deren Leben ist ja dann eigentlich schon ziemlich weit fortgeschritten ohne dass sie so richtigen Plan hatten.
00:06:51: Weil viele Familienunternehmen haben ihren Standort irgendwo nicht gerade in den attraktiven Städten dieser Welt sondern irgendwo auf dem Land.
00:06:59: oft und da ist die Frage will ich jetzt mit meiner Familie dort bauen?
00:07:03: Will ich dort mein Lebensmittelpunkt haben?
00:07:05: Lohnt sich das oder mache ich lieber was ganz anderes?
00:07:10: Das hat auch mit Ehrlichkeit zu tun, den Jüngeren gegenüber.
00:07:14: Absolut.
00:07:15: Und ich sage jetzt mal so, ich hatte einen Fall da sagte die Mutter ist es war eine Chefin oder eine Inhaberin eines Familienunternehmens.
00:07:25: Ja sie habe ihre Tochter ja mal gefragt ob Sie sich vorstellen könnte das Unternehmen zu übernehmen?
00:07:31: Die dann gesagt hat nö kann ich mir nicht.
00:07:33: und daraufhin hat sie sich halt überlegt gut dann eben nicht.
00:07:36: Also damit war der Kommunikationsprozess bereits beendet weil sie hat ja gesagt sie will nicht Dieses ganze Thema, warum nicht?
00:07:46: Oder was stellt du dir vor?
00:07:47: oder wie ... Was erwartest du denn von dieser Position.
00:07:50: Das wurde nie beleuchtet und auch da ist meines Erachtens eine ganz gravierende Chance vergeben worden.
00:07:57: ja und die Tochter man, die war zu dem damaligen Zeitpunkt Anfang zwanzig.
00:08:01: das ist vielleicht auch ein bisschen früh um von jemandem eine Entscheidung zu erwarten Wie sie ihr Leben oder eher sein Leben in Zukunft bestreiten möchte.
00:08:13: Aber du hast für dich recht.
00:08:14: Es ist fatal, weil man erlebt es ja viele Familienunternehmer schicken ihre Kinder in die weite Welt, weil sie toll sind, studieren in Großbritannien und USA, in Frankreich – wo auch immer!
00:08:27: Und dann sollen sie zurückkehren in den Schwarzwald.
00:08:31: Da muss man schon wirklich von überzeugt sein dass das der Plan für die Zukunft sein wird.
00:08:36: Ja, ja.
00:08:37: Zumal wenn Sie dort dann auch Ihre Ehepartner kennengelernt haben im Ausland mit Ihrer Kultur und Ihrer Freude am Reisen und so hierher kommen und dann mit der deutschen Wegzugsbesteuerung plötzlich hier im Schwarzwald angebunden sind.
00:08:51: Genau!
00:08:52: Das ist für uns ein gutes Stichwort Steuern.
00:08:55: Also ich meine, wenn man Gesellschaft da ist in dem Auslad seine Kinder ins Aushand schickt, muss man auch ein bisschen aufpassen.
00:09:01: Ja, also deswegen geht es aus und bevor man Gesellschaftsanteile kriegt alles ausnutzen oder halt wissen das man's nicht darf.
00:09:08: Oder man muss die Holdingstruktur so machen dass es geht.
00:09:11: aber es ist eine Herausforderung der deutschen Stadt will es eigentlich nicht Und die Geisel der deutschen Familienunternehmen nennt man ja auch die Lebensbesteuerung.
00:09:24: Wir haben hier weibliche Wehrkraft ein bisschen im Fokus.
00:09:28: Wie erlebst du das in den Familienstatistisch?
00:09:30: Die Hälfte sind Jungs, die Hälfe sind Mädchen.
00:09:33: Nachfolgen tun ungefähr dreinzwanzig Prozent
00:09:35: Mädchen.".
00:09:36: Das heißt da ist ein Griesengab!
00:09:39: Wie erlebst du das?
00:09:40: Woran könnte es liegen?
00:09:41: oder ist das in denen Fällen, die du betreuest gar nicht so gravierend unterschiedlich?
00:09:46: Also ich merke tatsächlich dass die Damen in letzter Zeit viel mehr in den Fokus rücken im Vergleich zu früher.
00:09:59: Ich erlebte schon so, dass man eigentlich immer denkt naja der Sohn, der werde ich schon übernehmen.
00:10:03: Das ist immer noch da aber es ist nicht mehr so selbstverständlich.
00:10:09: und was ich feststelle ist das in einigen Familien tatsächlich alle davon ausgegangen sind, dass immer wieder bei dem Thema mal redet ja nicht drüber.
00:10:18: Man meint ja zu wissen was Sache ist?
00:10:22: Der Sohn macht's!
00:10:23: Und der erklärt dann irgendwann nach dem Studium und das immer wieder bei dem Thema, ich will ja nicht in Schwarzwald.
00:10:30: Auf nee eigentlich, ich habe mein eigenes Standing mittlerweile, ich hab einen guten Job – Ich mag das eigentlich gar nicht!
00:10:38: Und dann rücken plötzlich die Geschwister, die Schwestern in den Fokus.
00:10:44: Und da merke ich oft noch, dass viele Tanzen sagen ja nee das geht gar nicht, dass es Familienunternehmen nicht in Familienhand weiter gefüttert sind dann mache ich's, klammer auf halt klammern
00:10:57: zu.
00:11:00: Es gibt schon einige die sich da schon frühzeitig bewusst mit auseinander setzten und auch immer gesagt ja ich will das auch und ich mach' das gerne.
00:11:08: aber ich erlebe auch wirklich etliche Fälle Wo es völlig klar war, der Bruder macht's.
00:11:16: Der dann irgendwann sagt nö, mach ich nicht.
00:11:18: und dann kommt dieses Verantwortungsgefühl raus mit der Familie und das ist auch so ein tolles Unternehmen und Traditionen die dann eben in die Bresche springen und das erlebe ich auch oft dass die Mädels auch häufig in Krisensituation tatsächlich einen Unternehmen reingehen.
00:11:38: Aber es ist heute auch für die Senioren oder Seniorene nicht mehr so ganz undenkbar, dass jetzt die Tochter das macht.
00:11:45: Also da merke ich schon ein kleines Umdenken weil wir haben ja mittlerweile etliche Roll-Models.
00:11:51: tatsächlich und das sage ich auch jeder jungen Dame, die sagt oh Gott!
00:11:57: Ich weiß gar nicht ob das eine Nummer so groß für mich ist.
00:12:00: Guckt euch mal um.
00:12:01: Die hat das geschafft Warum denn nicht?
00:12:06: Einfach mal Mut und mal rein und mal gucken.
00:12:09: Und ich habe einen Fall erlebt, das fand ich wirklich spannend.
00:12:15: Die sagte okay, ich gucke mir das jetzt mal an.
00:12:18: Ich mache mal Geschäftsführung für zwölf Monate auf Probe und die hat sich dann auch ein Coach an ihre Seite genommen.
00:12:28: Sie hat es probiert und hat dann ihrem Vater auch gesagt, ich probiere das jetzt.
00:12:33: Aber wenn ich innerhalb dieses Zeitraums feststelle, es funktioniert nicht, dann musst du auch akzeptieren, dass sie's nicht
00:12:39: machen.".
00:12:40: Und die hat in dieser Zeit gemerkt wie viel Spaß es ihr macht und wie viel schichtig das ist und was es auch positiv... das bringen kann und hat dann eben, wenn es mal unsicher war auch mit ihrer Begleitung gesprochen.
00:12:54: sein Mensch.
00:12:55: Wie gehe ich damit um?
00:12:57: Und hat Spaß dran gefunden und führt jetzt das Unternehmen alleine und ist auch glücklich damit.
00:13:03: Aber es hätte natürlich auch anders sein können.
00:13:05: Es hätte sein können dass der Senior nicht loslassen will, dass es da ständig zum Gnadsch kommt muss man sich auch drüber bewusst sein, dass die Väter häufig noch immer sehr dominant sind
00:13:29: Wobei manchmal die Töchter mit den dominanten Fettern auch besser umgehen können als die Söhne, oder?
00:13:34: Stimmt.
00:13:35: Da ist was dran!
00:13:36: Also wie gesagt ich mag alles, ich kriege alles mit und ich krieg auch noch diese Familien mit wo die Mädchen einfach... Von Anfang an in eine ganz andere Richtung, du musst doch jetzt da dich nicht mit Betriebswirtschaft und Ausnahsendemie Technik.
00:13:50: Sondern guck mal, du hast so viel Spaß am Kunst.
00:13:54: Ja okay ist ja so.
00:13:57: wie gibt es auch noch aber ich glaube Es wird auch in der Gesellschaft mehr akzeptiert dass man jetzt auch Unternehmerinnen In der Gesellschaft
00:14:07: hat.
00:14:07: Wir
00:14:08: haben Vdu setzen wir uns da ja auch ein
00:14:11: Ja!
00:14:15: Ja, es ist ja dieses Thema gläserne Klippe.
00:14:18: Wenn die Frauen rankommen und das Unternehmen schon vom Absturz steht... Das ist natürlich schade auch wenn die Frauen rangehen eigentlich aus Verantwortungsgefühl und nicht aus eigenem Lebenserwartung aus der Erwartungshaltung meine Träume darf ich verwirklichen sondern eher aus dem Gefühl ich erfülle jetzt die Erwartungen der Familie und die liegen jetzt halt weil zum Beispiel der Bruder abgesprungen ist oder weil meine Eltern nur Mädchen haben.
00:14:45: mach ich das halt, ja.
00:14:47: Klar aber ich sag's mal so es ist halt wirklich und da komme ich immer wieder drauf zurück rechtzeitig drüber reden Optionen ausloten weil häufig kriegst du was kriegste denn mit als als Unternehmer Kind zu Hause?
00:15:01: also ich weiß dass aus meiner eigenen Erfahrung ein Vater hat nach hause zum mittags Tisch die Probleme mitgebracht was wieder alles schief gelaufen ist was wieder Alles schlecht war.
00:15:12: Ich habe eigentlich immer nur das mitbekommen, was nicht läuft und wenig diese Themen.
00:15:20: Was macht denn eigentlich Unternehmertum aus?
00:15:23: Ja, was sind auch die positiven Seiten?
00:15:25: Das ist irgendwie völlig untergegangen bei uns.
00:15:27: Und ich hatte damals auch dieses Bild im Kopf, boah der Saisonelast und null und null will ich da?
00:15:33: soll ich das?
00:15:33: Nee, mach mal lieber nicht.
00:15:36: Ich glaube, da sind wir immer wieder drüber rechtzeitig reden über alles alle Aspekte des Unternehmentums.
00:15:45: Nicht nur die Lieferung ist ausgeblieben, Stress mit irgendeinem Mitarbeiter und so.
00:15:52: Ja das ist wirklich dieses Küchentisch.
00:15:55: Erziehen hat so viel Einfluss auf die Nachfolge und ob jemand übernehmen kann.
00:16:01: Ja, bei uns wurde immer am Tisch über die Firma gesprochen.
00:16:04: Also mein Vater hatte ja meine Mutter als wichtigste Beraterin, die hat sich alles angehört, sie hat alles gewusst und alles gekannt und sich um alles gekümmert.
00:16:12: Mein Vater war jetzt noch nie so ganz der Pädagoge vom Herrn.
00:16:15: Meine Mutter hat dann halt immer mal vermittelt...
00:16:18: Aber mir genauso!
00:16:19: ...
00:16:19: für gut
00:16:20: Wetter gesorgt.
00:16:21: Und dann wurde dann halt zu Hause auch eigentlich über alles gesprochen was nicht lief.
00:16:27: Wer hat gekündigt?
00:16:28: Wer hat Kunden abgeworben und ist zum Mitbewerb?
00:16:30: aber wer macht Stress, wer will wieder wahnsinnig Gehaltserhöhung und Machtdruck.
00:16:39: Das sind große Themen gewesen immer.
00:16:44: Aber du kannst vielleicht mal erzählen, du hast es ja dann doch irgendwann gemacht?
00:16:47: Wie kam das bei dir, dass du vom Küchentisch-Abschreckungsbeispiel doch zur Unternehmerin geworden bist, zur Nachfolgerin?
00:16:57: Ja, ich meine, du hast ja vorhin mich vorgestellt.
00:17:00: Ich bin eigentlich Rechtsanwältin der Juristin und das habe ich auch absichtlich gemacht und ich Betriebswirtschaft studiert weil ich meinen Punkt setzen wollte, ich gehe nicht ins Unternehmen.
00:17:10: Lag auch daran dass ich ein technisches Industrieunternehmen letztendlich geführt habe und ich bin noch zu einer Generation aufgewachsen mit diesem Technik ist nicht für Mädels Thema.
00:17:23: Und dann war es halt bei mir genau so, dieses Krisenthema.
00:17:28: Mein Vater wollte irgendwann viel zu alt wohl gemerkt schon Anfang siebzig sein Unternehmen verkaufen hat keine Käuber gefunden.
00:17:38: und warum?
00:17:39: Ja weil eigentlich das Unternehmen wirtschaftlich nicht mehr gut darstand bin ich eben, habe ich mir dann halt gut bevor das jetzt vor die Hunde geht und womöglich die ganze Familienvermögen in Frage steht.
00:17:54: Da mache ich das halt.
00:17:56: ja und so bin ich da reingekommen und es waren harte Jahre zum Teil aber nachhinein.
00:18:02: ich bereue es nicht und es hat mir auch wahnsinnig viel gebracht persönlich auch.
00:18:07: Wie alt warst du als du eingestiegen bist?
00:18:09: Ja alt war ich.
00:18:10: Ich war siebenunddreißig Ja, ich habe ja vorher schon als Rechtsanwältin gearbeitet etliche Jahre.
00:18:21: Was letztendlich auch gut war, weil dadurch hatte ich auch einen Standing.
00:18:24: Ja, ich bin nicht nur als Tochter ins Unternehmen gekommen.
00:18:28: Es war auch ein Akzeptanzthema bei den Mitarbeitern.
00:18:31: So der alte Werkstattleiter, ne?
00:18:33: Sagen wir mal her, das töchtende Kopfchef!
00:18:36: Mal gucken was die kann und das hat es mir schon erleichtert dass sich schon mein eigenes Standing hat und auch im Hinterkopf immer hatte naja gut wenn's nicht funktioniert dann gehe ich halt wieder zurück in meinen Rechtsanwaltskanzler, er hat mir auch Spaß gemacht.
00:18:51: Ja, bei mir war das so.
00:18:52: Ich war die Erstgeborene und eine Tochter.
00:18:54: Mein Bruder kam nach mir zwei Jahre, wir sind zwei.
00:18:58: Und mein Vater hat immer auf mich gesetzt.
00:19:00: also da war immer sehr viel Druck auf mir.
00:19:02: ich habe es all sehr einengend empfunden.
00:19:05: im Prinzip hatte ich das Gefühl ich bin eigentlich nur dafür geboren worden damit ich das mal mache Und das hat mich psychisch sehr belastet.
00:19:14: Ich habe dann auch mit siebzehn oder so gesagt, ich mache es nicht und mein Bruder, der wollte das immer machen.
00:19:19: Der wurde aber nicht so richtig gesehen Und dann war eigentlich das für uns beide fein.
00:19:25: Er durfte, er hat es gemacht.
00:19:27: Er ist immer noch drin und ich hab's nicht gemacht.
00:19:30: Ich habe auch erst eine Darmenschneiderlehre gemacht.
00:19:32: Dann hab' ich auch Jura studiert.
00:19:34: Und dann bin ich aber irgendwann nach dem Jura-Studium reingekangen... ...und hab ein bisschen gejobbt weil ich nochmal eine Promotion angefangen hatte.
00:19:41: Und da bin ich irgendwie hängengeblieben, Kinder gekriegt.
00:19:44: Da war ich irgendwann pro Kuristin angestellt im Familienunternehmen als es war so ne ganz andere Richtung.. jetzt erst richtig raus mit fünfundfünfzig.
00:19:53: also
00:19:55: ich meine das ist auch ein guter stichwort nieder weil du gerade eben gesagt hast ja bis dann dahin geblieben hat seine kinder gekriegt.
00:20:01: man ist es auch noch so.
00:20:02: ein aspekt dass man auch irgendwie so noch in den köpfen hat als als frau kommt an die kinder kannst du kein unternehmen leiten.
00:20:10: das ist eigentlich ein falscher ansatz.
00:20:14: als Frau, wenn du Kinder hast und Unternehmen hast.
00:20:17: Du kannst es da wesentlich einfacher organisieren und gestalten.
00:20:21: also das kannst du in einem angestellten Verhältnis bist.
00:20:24: weil ich sage mal wenn du eine Firma hast ja Gott dann kann man auch über Kinder betreuen Unternehmen nachdenken zum Beispiel oder vielleicht auch die Kehrarbeit wirklich auch mit dem Lebenspartner versuchen zu organisieren.
00:20:38: Also ich kenne so viele Beispiele wo sie es wirklich gut hinkriegen.
00:20:43: Ich sage natürlich, ja ich habe meine Zeit mit den Kindern und die ist mir wichtig und in diese Zeit da gibt's nun mal eben keine Termine.
00:20:51: aber ich sage jetzt mal so je mehr Frauen in dieser Position sind desto akzeptierter wirds ja auch dass man sagt ne sorry also ich stehe gerne zum Gespräch verfügen aber nicht in der zeit von fünfzehn Uhr bis siebzehn uhr kümmere ich mich um meine Tochter oder mein Sohn.
00:21:10: Und ich glaube, dass da auch ein Umdenken da ist und ich habe mit so vielen Einkäuferinnen auch tatsächlich zu tun gehabt weil die großen Konzerne haben wir ja relativ früh angefangen in Positionen des Einkaufs auch Frauen einzustellen.
00:21:27: Die hatten genau das gleiche Thema.
00:21:29: Ja!
00:21:29: Die waren eher dankbar wenn sie nicht nachmittags irgendwelche Kundentermine hatten.
00:21:34: noch
00:21:36: Ja, es gibt einem Freiheiten.
00:21:37: Ein Mann hat die Verantwortung.
00:21:38: vierundzwanzig Stunden am Tag das hat mit Arbeitszeit jetzt erst mal nix.
00:21:42: Nein!
00:21:43: Aber wenn die Kinder halt im Kindergarten den Hasenkalender aufführen dann bist du halt da, da kann dir keiner anbeten und sagen Du bist aber auf Geschäftsreise in USA oder so ja?
00:21:52: Genau Da haste ein Fluss.
00:21:56: Also von daher, ich halte das schon für eine Chance auch, dass das Thema mal ganz anders anzugehen.
00:22:19: Ja, und wenn es Familienunternehmen gut läuft hast du ja auch Geld um dir auch eine finanzielle Unterstützung.
00:22:24: Also eine Kinderbetreuungs-Unterstützung daheim zu organisieren ist ja in Deutschland alles noch sehr schwer absetzbar und so da sind wir ja auch noch dran verbanzt
00:22:32: worden.
00:22:33: Aber
00:22:33: es gibt halt diese Optionen und ich habe auch immer die Kinder also als ich habe dann drei gehabt das war ein bisschen viel aber am Anfang immer ins Büro mitgenommen und wenn ich halt einen Telefonat hatte und er hat geschrieben dann ist halt eine Mitarbeiterin gekommen und hat den halt ein bisschen rum und so, das ist halt sehr komfortabel.
00:22:50: Und wenn dann halt die eigenen Eltern auch die Großeltern sind, die auch im Unternehmen auch sind, dann unterstützen sie halt auch.
00:22:58: Da hat man gleich auch die Generation ein bisschen beschäftigt.
00:23:02: Ja, aber das ist ein ganz entscheidender Punkt, Nina.
00:23:05: Wirklich!
00:23:06: Ich hatte wirklich den Fall es mir wirklich gesehen und gesagt um Gottes Willen ich weiß nicht auf mich was ich machen soll und die Firma is mein Leben Und das haben wir wirklich hingekriegt ja dass er irgendwann völlig drin aufgegangen ist sich um die Enkeltopfer zu kümmern.
00:23:22: Das war so, das war eine perfekte Situation.
00:23:26: Da hatte ich vorher sich also um seine eigenen Kinder nie so gemerkt da hat er keine Zeit gehabt Aber mit dem Englischen, da ist er dann so richtig aufgelebt und es war eine Win-win-Situation für alle.
00:23:39: Ja, das ist echt schön!
00:23:41: Mein Vater hat auch immer als Hobbyjagd und Enkel angegeben.
00:23:45: also wenn man ihn gefragt hat weil der hatte irgendwann sechs Enkel, da war ja große Logistik dahinter und das hat er dann aber gut gemanagt und immer Sonntags waren... wie viel hat er genommen?
00:23:56: Immer vier hat er am Sonntag genommen mit meiner Mutter.
00:24:02: Wir hatten ja drei, da hatten wir noch einen übrig.
00:24:04: Mein Bruder hat es zu dem Zeitpunkt zwei, dann waren deine alle untergebracht und dann haben die tolle Sachen erlebt bei Oman-Opa.
00:24:10: Und was jetzt aber auch toll war ist dass die Cousins und Cousinen dadurch das sie immer sonntags bei Oma und Opa zusammen waren, dass die wie Geschwister sich eigentlich verstehen und auch heute noch wo sie alle erwachsen sind, sich ständig treffen austauschen oder wenn einer mit der Freundin ein Problem hat oder mit einem Freund dann telefonieren die und unterstützen sich.
00:24:28: also das ist wirklich auch ein Netzwerk.
00:24:31: was dargestellt?
00:24:32: Ja, natürlich.
00:24:33: Klar!
00:24:34: Toll!
00:24:36: Ja, das ist gut.
00:24:37: Das heißt also mehr Mädchen übernehmen?
00:24:39: Also es wird akzeptierter.
00:24:41: Sie sind auch anders ausgebildet.
00:24:44: Normalerweise so dass die mich studieren wir haben ja auch an den Akademikerinnenquote von über fünfzig Prozent in fast vielen Berufen und also die Frauen sind super ausgebildet und könnten.
00:24:59: jetzt geht's halt.
00:25:00: darum dürfen sie wollen sie werden sie rangeführt wird ihnen zugetraut.
00:25:04: ich habe manchmal mal so das Gefühl, dass und habt jetzt auch ein bisschen gelesen.
00:25:09: Dass die Väter oft aus falscher Fürsorge heraus die Frauen nicht im Unternehmern sagen.
00:25:14: Das soll sie sich nicht antun.
00:25:16: Oh Gott in der heutigen Zeit und so.
00:25:17: Also da sollen wir da bub machen aber Sie sollt sich doch lieber mit den schönen Dingen im Leben beschäftigen.
00:25:23: Ja, das kann ich bestätigen.
00:25:26: Ja und ich finde ja Kunst und Sprache alles wichtig, aber wenn wir von weiblicher Wirkkraft sprechen dann ist es natürlich super, wenn man auch am Geldhebel sitzt.
00:25:34: Wenn man da auch mitwirkt.
00:25:38: Absolut!
00:25:42: Ich bin nicht völlig bei dir also und ich denke es passiert einen Umdenken.
00:25:46: jetzt muss mal gucken dass es nicht wieder eine Rolle rückwärts gibt.
00:25:53: Ich glaube ein wesentlicher Punkt ist tatsächlich Frauen sind auch besser ausgebildet als früher und das ist schon wichtig.
00:26:00: Ja, weil früher durften die Frauen ja nicht oder es war halt einfach man hat gesagt sie wird ja ihr heiraten was soll sich da in Stuttgart den Männern wegnehmen?
00:26:07: und so ja die typischen Themen die man wie man halt so kennt und dann lief das halt nicht so rund.
00:26:15: Also wenn du jetzt in diese Unternehmen gehst, wenn du diese Familien anschaust siehst du schon das nicht nur für den Jungen sozusagen geguckt wird sondern auch die Töchter gleichberechtigt.
00:26:26: In manchen Familien zumindest in Beton gezogen werden.
00:26:29: Das ist schon so.
00:26:33: Ich habe auch die Fälle, wo es zwei oder drei Mädchen gibt keine Männer und da ist sowieso kein Thema.
00:26:41: Da ist eher nur das Thema dass man nicht rechtzeitig mit allen mal auslotet wer kann denn?
00:26:48: Wer will denn?
00:26:50: Wie sind die Überlegungen der Kinder für die Zukunft?
00:26:55: ja also
00:26:58: Ja Es ist ja auch eine Herausforderung, auch eine rechtliche Herausforderung das dann auch so zu gestalten dass der Übergang auch finanziell verkraftbar ist.
00:27:07: Das heißt es geht ja dann auch um die Frage wenn jetzt nur eine bereit ist oder einer werden die anderen Pflichtteilsverzichte unterschreiben?
00:27:17: Oder nicht und muss sonst der ganze Pflichtteil aus dem Unternehmen herausgestemmt werden was ja oft die Unternehmer ihre Grenzen bringen?
00:27:24: Definitiv und ich sage jetzt mal so, ich habe auch den Fall gehabt wo es um zwei Schwestern ging.
00:27:32: Und die eine wollte ins Unternehmen hatte schon mitgearbeitet das ging's drum das Unternehmen jetzt endgültig dann auch zu übernehmen.
00:27:40: Und die andere wäre dann in dieser klassischen Gesellschaft der Position, ohne im Unternehmen tätig zu sein gewesen.
00:27:48: und da kam dann auch genau das Thema auf.
00:27:51: ja ich soll jetzt hier dieses Unternehmen nach vorne bringen und mein Zeit und mein Leben und alles dafür einsetzen um meine Schwester, die profitiert nur von den Erträgen und ja stimmt für den womöglich noch in irgendwelchen Gesellschaften Versammlungen gegen mich oder wie auch immer.
00:28:14: Und wenn ich was investieren will, was größeres da habe ich mich dann da auseinandersetzen ob das überhaupt Ja, machbar ist.
00:28:23: Also dieses ganze Thema wie geht man damit um mit Dividenden?
00:28:26: Mit Auszahlungen
00:28:27: etc.,
00:28:27: wer darf was in welcher Größenordnung bestimmen alleine ohne die anderen miteinzubeziehen?
00:28:33: also das ist auch ein Thema wo ich denke dass sollte man auch viel viel früher drüber reden Weil wenn das Unternehmen dann den Bach runtergeht, es gibt ja auch, kann ja auch mal passieren.
00:28:45: Dann kommen die Vorwürfe innerhalb der Familie, du hast mein Erbe riskiert und wenn alles gut läuft, dann möchten wir richtig gut dran partizipieren.
00:28:55: Also das ist schon eine Sache da muss man zumindest klar sein untereinander wie will man das in Zukunft behandeln?
00:29:03: Und nicht erst wenn die Situation da ist!
00:29:06: Ja ich glaube jetzt bist Du ja ne Weibliche Begleiterin der Familie.
00:29:10: Ich glaube, dass es für die Frauen halt auch schön ist wenn sie eben auch von einer Frau begleitet werden weil es einfach noch mal einen anderen Blick wirft auf das ganze Thema.
00:29:20: genauso wie wenn Frauen im Beirat sind.
00:29:23: meiner Meinung nach auch ganz wichtig weil auch aus dem Beiraten oft diese Nachfolgeprozesse extrinsisch motiviert werden.
00:29:30: also da wird dann eine Agenda erstellt und er wird gesagt hier regelt man auch in Nachfolgen kümmert euch mal drum.
00:29:39: Das ist wichtig für das Unternehmen, der Beirat hat ja irgendwo diese moralische Verantwortung für die Existenz des Unternehmens auch über Generationen und da noch ein Mann ist in den jetzigen Unternehmen, wenn er dann auch so'n bisschen durch den Beirat gepusht wird und sich dem Thema annimmt.
00:30:00: Bei uns war das damals mit dem Thema Familie Gawannens wo der Aufsichtsrat gesagt hat hier bitte jetzt aber mal Familie Gawa Nenz aufstellen und das war eine Hausaufgabe ja sonst hättest mein Vater ja nie gemacht.
00:30:12: und so ist glaube ich da beirat auch ein mächtiges Instrumentarium im Klang des Familienunternehmens um diese Themen auf die Spur zu bringen.
00:30:24: Absolut, also ich finde sowieso die Beirats-Tätigkeiten ganz wichtige Tätigkeit und auch da gibt es mir viel zu wenig Unternehmen, die tatsächlich ein Beirat installieren Weil, ich sage mal ein Beirat ist jetzt anders als eine Aufsichtsrat.
00:30:42: Aber es ist trotzdem mal wichtig dass mal der Blick von außen auf so einen Unternehmen zugelassen wird und auch mal Anregungen.
00:30:52: ich auch dafür ein Beirat möglichst nicht mit Friends & Family zu besetzen, sondern wirklich mit Außenstehenden die auch wirklich einen Input reinbringen können und einen anderen Blickwinkel drauf haben.
00:31:04: Und du hast völlig recht dieses Nachfolgethema ist wirklich auch in Beiraten mittlerweile durchaus hoch angesiedelt und auch wichtig.
00:31:18: Es gibt aber auch zu wenig Frauen in Beiräten, es gibt hauptsächlich Männer.
00:31:24: Wir
00:31:24: beide ändern, weil wir stehen ja zur Verfügung.
00:31:28: Absolut!
00:31:30: Du bist auch schon in ein paar Beiräten und das ist wunderbar so.
00:31:34: Es ist wichtig für weibliche Nachfolge, dass Frauen im Beirat sind, weil sie einfach auf dieses Geschwisterthema ganz anders gucken wie wenn nur Männer drin sind.
00:31:43: Und Beirätes sind von Familien-Friends besetzt oft aber auch von den Bankernstörberatern und Kunden was eine sehr ungeschickte Konsolation ist.
00:31:52: Stimmt.
00:31:53: Und ich meine, du hast eben auch noch einen Aspekt rangebracht und finde ich eigentlich auch ganz wichtig in der Begleitung bei so einer Nachfolge.
00:32:02: also wenn man sich dann entschlossen hat das Thema mal anzugehen ja?
00:32:05: Ich bin natürlich klar für die Frauen schon insofern ganz gut da weil ich es ja selbst erlebt habe Ja!
00:32:14: Ich war ja Nachfolgerin.
00:32:15: Ich hab ja ähnliche Themen schon in meinem Leben abgehandelt und manchmal hilft's einfach nur wenn man es mal von sich geben kann.
00:32:24: Und da sitzt jemand, die hört einfach nur zu und sagt du ja kenn ich auch, dann müssen wir jetzt irgendwie
00:32:31: durch.
00:32:33: Das hilft schon.
00:32:34: also und deswegen habe ich auch eingangs so gesagt Ich fühle mich nicht als Beraterin sondern als Begleiterin weil ich finde du musst deinen Weg selbst gehen kannst dir nur Anregungen holen und das kann eigentlich dadurch passieren, dass jemand vernünftige Fragen stellt.
00:32:53: Warum willst du das jetzt?
00:32:54: Oder wie stellst du es vor?
00:32:56: oder was würdest du anders machen?
00:32:57: Das ist etwas anderes als ein Berater der sagt Ja, hier habe ich ein Konzept.
00:33:02: Und das muss jetzt umgesetzt werden weil es machen alle so.
00:33:08: Da halte ich überhaupt nichts von, weil wie gesagt jeder Fall ist anders und du kannst nix überstülpen und deswegen ist Bekleidung für mich wichtig, weil es ist ein Prozess.
00:33:19: Du kannst nicht sagen, ich mache mal eine Nachfolge und das habe ich in drei Monaten abgeschlossen.
00:33:24: So funktioniert es nicht.
00:33:25: Es ist meistens ein Prozess vom ersten Gedanke bis es in Umsetzung geht.
00:33:29: Und ich habe einen Fall, den begleite ich jetzt seit zweieinhalb Jahren und es kommt immer wieder neue Aspekte.
00:33:37: Aber das Grundgerüst steht und dann kommt wirklich noch eine Scheitung ins Spiel und ein neues Partner und dann muss man wieder neu an die Familienschat heran.
00:33:49: Ja aber so ist es ja, nichts ist in Stein gemeißelt!
00:33:54: Ja, ich begleite ja Frauen aus Familienunternehmen.
00:33:57: Also nur die Frauen und das müssen auch gar keine Nachfolgethemen sein weil es geht auch viel um das Thema Rollen Identität und wer bin ich?
00:34:04: Auch wenn ich zum Beispiel angeheiratete Ehefrau bin, die haben ja auch eine Million Aufgaben aber das wird ja null gewertschätzt, weil es ja sowieso selbstverständlich ist und so also gibt im Dunstkreis von Familienunternehmer.
00:34:17: Stimmt!
00:34:19: Super, man findet dich auch im Leuchtraum.
00:34:20: Wir haben ja den Leuchtaum gestartet als Business Platform für Frauen und wer da gerade
00:34:24: nicht
00:34:25: will, der kann auch dich dort finden und ein bisschen dein Profil einsehen und natürlich auf deiner Webseite.
00:34:32: wir werden es in den Show Notes alles verlinken.
00:34:34: Ich würde sagen Susanne, wir machen.
00:34:37: jetzt eine kurze Werbung Dann werde ich ein kleines Fazit ziehen.
00:34:41: und dann darfst du uns vielleicht zum Abschluss noch sagen, was brauchts denn damit mehr Frauen durch die weiblichen Nachfolge auch zutrauen.
00:34:48: Und da ja den Weg bereitet bekommen das weibliche nachfolge stattfindet ist es okay für dich so?
00:34:53: Es ist ok für mich!
00:34:56: Jetzt
00:34:56: kommt Werbung.
00:35:04: Businessverantwortung oder Familienunternehmen im Hintergrund und parallel dazu eher Kinder- und
00:35:09: Alltag,
00:35:10: kennst du das?
00:35:12: Viele funktionieren nach außen brillant und zahlen nach innen den Preis.
00:35:16: Überforderungen,
00:35:17: schlechtes Gewissen – Das Gefühl nirgends!
00:35:21: wirklich richtig zu sein.
00:35:23: Die Sinnplauderei ist mein eigener Ansatz, Frauen wieder in ihre Kraft zu bringen
00:35:28: – strategisch klar,
00:35:29: menschlich präzise und wohlwollend!
00:35:32: Ich kombiniere juristisch geprägtes Denken aus der Nachfolge- und Familiendynamik mit Personalentwicklungsexpertise und Arbeit an weiblicher
00:35:42: Wirkkraft.
00:35:43: Im kostenlosen Erstgespräch sortieren wir was ist wirklich los?
00:35:47: Was wirkt im Hintergrund?
00:35:50: dran.
00:35:51: Du gehst raus mit einer Struktur, Entlastung und ersten pragmatischen Schritten!
00:36:11: Wir gestalten können, damit sie funktioniert für die Unternehmen.
00:36:18: Für die Familien und Menschen, die betroffen sind, für die Standorte regional und den Wirtschaftsstandort Deutschland.
00:36:25: Der Nachfolge ist ein Baustein der uns hier ganz viel wirtschaftliche Kraft gibt, wirtschaftlich Sicherheit gibt.
00:36:34: Familienunternehmen sind das Rückgrat von Deutschland.
00:36:36: Und es ist so wichtig dass wir Sie ja auch zum einen verbandspolitisch unterstützen wir ja auch aktiv, aber zum anderen eben auch individuell unterstützen und das.
00:36:48: Und es ist unser ganz großes Anliegen immer mehr Frauen sich auch zutrauen diese Nachfolge anzutreten da rein zu wachsen nicht mit diesem typischen ich muss alles schon können dann mache ich's weil nachfolge kann man nicht studieren
00:37:02: das
00:37:02: kann man nur erleben man kann gewisse berufe machen die einen vorbereiten.
00:37:07: Wir beide haben Jura studiert, man kann Betriebswirtschaft studieren.
00:37:11: Aber ich kenne auch viele die haben Philosophie studiert oder Sprachen.
00:37:15: Nachfolge das lernt man beim tun und es sind immer große Stiefel in die man reintritt.
00:37:21: aber man darf ja auch ganz neue Fußstapfen setzen und auch Unternehmertum ganz neu gestalten.
00:37:27: Und deswegen freue ich mich gleich auf deinen Schlussappell liebe Susanne.
00:37:33: Wem dieser Podcast gefällt?
00:37:34: wir machen ganz viele Themen zum Thema weibliche nach gehört wieder rein.
00:37:38: Vielleicht habt ihr Lust, ihn zu abonnieren, ihm vielleicht sogar eine coole Rezension zu schreiben oder fünf Sterne oder ihn weiterzuempfehlen oder was euch noch sonst tolles einfällt.
00:37:47: und jetzt gebe ich das Wort an die liebe Susanne.
00:37:50: Vielen Dank fürs Zuhören!
00:37:53: Ja
00:37:54: es ist so ne komplexe Sache, es ist schwierig dass sie mal ganz kurz und knapp zu beantworten.
00:37:58: aber ich denke mal das erste ist Mut und Selbstvertrauen.
00:38:05: Ja, weil ich glaube aus Fehlern lernt man und man kann nicht alles perfekt von der ersten Minute machen.
00:38:12: Man muss seinen Weg finden, man muss sehen wie reagieren die Mitarbeiter, wie reagiert Kunden, Lieferanten etc.
00:38:18: Und dann einfach auch sagen gut das war jetzt vielleicht nicht so toll was ich gemacht habe, dann probieren wir es anders und sich einfach nicht abschrecken lassen Ansonsten auch nicht die Vorstellung haben, ich muss jetzt das richtige studieren, damit ich das Richtige dann hinterher mache.
00:38:34: Weil wie du sagst es gibt so viele Quereinsteiger und man braucht glaube ich einfach nur das Herz am richtigen Fleck und den Verstand und auch die Bereitschaft neue Wege zu gehen.
00:38:48: Nicht meinen, alles was war muss genauso weitergeführt werden.
00:38:53: Diese Spannungswelt zwischen Tradition und Neuanfang ist ganz wichtig.
00:38:58: Die Identität des Unternehmens muss natürlich da sein aber neue Wege gehen.
00:39:05: die Welt dreht sich so schnell einfach machen nicht zu lange drüber nachdenken
00:39:12: Ja, toll.
00:39:13: Genau!
00:39:13: Wir lernen im Tun, wir lernen im Machen und die Probleme, die bewältigen werden wenn wir sie erkennen.
00:39:19: Und vorher können wir sie leider auch nicht lösen – auch nicht in der Theorie.
00:39:23: Vielen Dank, liebe Susanne, dass du uns hier so wertvollen Input gegeben hast und euch allen da draußen eine wunderschöne gelungene Nachfolge, wenn ihr im Dunstkreis von Familienunternehmen aufwachst.
00:39:33: Wenn nicht dann habt bitte ein bisschen Wertschätzung und Respekt für das, wie wir es haben denn Erben ist nicht nur etwas Tolles, sondern auch verantwortlich.
00:39:42: Es kann auch Belastung sein und es ist wichtig, dass diese Unternehmen weiter bestehen.
00:39:48: Bis zum nächsten
00:39:49: Mal!
00:39:49: Tschüss!
00:40:07: Ihr findet mich unter dem Stichwort Sinnplauderei auf YouTube, Facebook und Instagram.
00:40:24: Mit täglichen Reels & Shorts und Kurzfilmen und Beiträgen!
00:40:30: Ich wünsche Euch ganz viel Freude beim Reinstöbern!
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